Titel: Die Wikinger von Vinland (Band 2): Gestohlene Vergangenheit
Autorin:  Smilla Johansson
Verlag:  Sternensand – Mai 2022
Buch: 14,90€
eBook: 4,99€
Seiten:
 470

Inhalt

Für meine Freiheit bin ich bereit, alles zu geben. Verraten von demjenigen, der ihr Treue schwor, erwacht Linea auf einem Schiff, das sie ausgerechnet an den Ort ihrer größten Sehnsucht bringt: Vinland. Dort erwartet sie jedoch nicht die erhoffte Freiheit, sondern ein alter Feind, der grausame Rache durch sie üben will. Hinzu kommen beängstigende Visionen, die in ihr die schreckliche Gewissheit wachsen lassen, dass die Fäden des Schicksals einen Strick bilden, welcher ihr Herz erdrosseln könnte. Wird sie den Klauen des Verrates entkommen? Und welche Opfer muss sie bringen, um wirklich frei zu sein?

(Quelle: Klappentext)

Meine Meinung:

Ich hatte erst etwas Sorge nach so langer Zeit nicht gut in den Folgeband kommen würde, was allerdings absolut unnötig war. Nach ein paar Seiten war mitten drin, so hätte ich Band 1 gerade erst gelesen.

Es bleibt atmosphärisch, düster, brutal und blutig. Inmitten von so viel Düsternis gibt es allerdings auch viele Lichter. Zuneigung, Mut, Hoffnung, Zuversicht, Aufopferung, Selbstwert und so so viel Willensstärke. Man bekommt weitere Einblicke in die Vergangenheit, in die Mythologie, erfährt mehr über einzelne Charaktere, freut sich, dass man eine Wendung vorausgesehen hat und dann kommt die Autorin und lässt alles platzen.  Der Autorin gelingt es nach wie vor wirklich sehr gut mit den Emotionen der LeserInnen zu spielen. Außerdem merkt man wie leidenschaftlich die Autorin recherchiert hat! Ich bin unglaublich gespannt darauf wie es weitergeht und frage mich was uns wohl im dritten Band alles erwarten mag.

Smilla lässt uns auf jeden Fall (mal wieder) mit einem fiesen Cliffhanger sehnsüchtig wartend zurück.

Cover:
Das Cover ist  wunderschön und atmosphärisch

Charaktere

Die Charaktere sind  authentisch und haben Tiefe.

Linea Torvardsdóttir – Linea – die Kaltherzige

Linea gefällt die Kälte. Sie hat ein ebenmäßiges Gesicht mit einer schmalen Nase, hohen Wangenknochen und vollen Lippen. Ihre Augen sind blau, das rotblonde gelockte Haar reicht ihr bis zur Hüfte. Linea – kurz Nea, die ihren Namen von einer Blume hatte (Moosglöckchen) ist vierzehn Sommer alt. Der Sohn des Jarls und der Sohn des Stallmeisters sind wie Brüder für sie.  Sie und ihr Ziehvater haben zwei Sklaven namens Boldi und Klodwig, die dieser als Dank für seine Treue vom Jarl übereignet bekommen hat. Über ihre leiblichen Eltern weiß Linea nichts. Lineas Entwicklung hat mich echt total begeistert. Authentisch entwickelt sie sich vom kleinen Mädchen zu einer starken Frau.

Schreibstil:
Die Autorin schreibt rau, atmosphärisch und sehr bildlich. Zudem spielt sie gekonnt mit den Emotionen der LeserInnen.

Fazit

Ein wirklich gelungener Mittelband

Ich danke dem Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

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