Titel:  Becoming Elektra
Autorin: Christian Handel
Verlag:  Ueberreuter Verlag – Mai 2019
Buch: 17,95
eBook: 14,99
Seiten:
320

Inhalt
Wenn dein Leben eine Lüge ist …

Als die junge und schöne Elektra Hamilton bei einem Reitunfall ums Leben kommt, erhält Isabel ein unerwartetes Angebot. Sie, die Elektra wie aus dem Gesicht geschnitten ist, soll deren Platz einnehmen. Sie muss lediglich für immer verschweigen, wer sie wirklich ist. Ein Leben in Luxus winkt ihr – und die Verlobung mit dem attraktiven Phillip von Halmen.
Zunächst scheint keiner Verdacht zu schöpfen. Doch Elektra hatte eigene Geheimnisse und während diese sie langsam einholen, wächst in Isabel die Gewissheit, dass Elektras Tod kein Unfall war. Wer trachtete Elektra nach dem Leben? Und wird der Mörder erneut zuschlagen?
Isabel weiß nur, dass sie keinem trauen kann …(Quelle: Klappentext)

„Ich lebe in einem Haus voller Spiegelbilder, zum Bersten gefüllt mit verzerrten Doppelungen einer Wirklichkeit, die nicht die meine ist. Kelsey, meine Freund und ich – wir sind Menschen zweiter Klasse, nicht als perfekte Kopien von Leuten, die richtige Leben leben. Wir sind Klone. Während unsere Originale sich in einer Glitzerwelt aus roten Teppiche und mondänen Villen vergnügen, versteckt man uns hinter Mauen aus grauem Beton.“ Seite 11

Meine Meinung:

Wir haben das Jahr 2083. Es ist möglich sich Klone zu erschaffen, die im Fall des Falles als Ersatzteillager fungieren können. Selbstbestimmung? Nicht für Klone. Was passiert, wenn man dringend eine neue Niere braucht ? Richtig, man nimmt sie einfach aus seinem Klon. Christian hat hier ein wirklich fesselndes Szenario mit einem Ende, das auf eine Fortsetzung hoffen lässt geschaffen. Es gibt viele Geheimnisse und Intrigen, aber Freundschaft. Es geht um Selbstbestimmtheit und darum sich selbst zu finden. Es geht um Wahrheiten und Lügen. Es geht um Macht und Taktik, darum der bessere Spieler zu sein. Es geht um Werte, um Loyalität und Hoffnung.

Wer spielt am Ende ein falsches Spiel? Oder tun sie das etwa alle? 

Cover:

Ich find es sehr gelungen !! 

Charaktere

Die Charaktere sind  authentisch und facettenreich. Ich konnte mich sehr gut in Isabel hineinversetzen. 

Isabel / Klon Nr. 2066-VI-003

„Du spielst nur eine Rolle […] Aber wenn du sie Tag und Nacht eine Rolle spielst, was bleibt dann noch von der Person, die du eigentlich bist. “ Seite 42

Isabel hat das Gelände noch nie verlassen und kaut an den Fingernägeln. Sie hat eine Schwester namens Kelsey. Beide sind 17 Standardjahre alt und Klone. Ihre Original heißt Elektra Hamilton und ist die Tochter des Eigentümers des Instituts – des Mannes der aus Klonen ein Geschäft gemacht hat. Elektra ist Mitglied einer der einflussreichsten Familien der neuen Union. Nach deren Tod, soll Isabel ihren Platz einnehmen. 

Handlung 

Vor 24 Jahren hat die Regierung die Gesetze so verbogen, dass es jedem volljährigen Menschen erlaubt ist, Klone von sich und den leiblichen Kindern anfertigen zu lassen. Theoretisch jedenfalls. Kelsey und ihre Schwester gehören zu den ersten Züchtungen die zufriedenstellend produziert wurden. Klone sind in der erschaffenen Welt Luxusartikel. Sie sind Ersatzteillager für Organe, Knochenmark, Hornhaut und Extremitäten. Sie sind ein Allheilmittel, das dann zum Einsatz kommt, wenn die klassische Medizin versagt.

Automaten verteilen Essen, damit nicht zu viele fettige Speisen konsumiert werden, Ein Vita-Scan misst Temperatur und Puls und sucht nach Anzeichen für Krankheiten, klassische Schulen wurden abgeschafft und durch virtuelle Lerngruppen ersetzt. Außerdem gibt es IntelliLenses. Diese sehen aus wie einfache Kontaktlinsen, können aber viel mehr. Durch sie kann man besser  im Dunkeln sehen, zoomen, Routen finden, im Internet browsen, aber es gibt auch Dating- und Gaming-Apps. Gesteuert werden sie mittels Spracherkennung und mache Dinge sogar durch rhythmische Schläge mit den Augenlidern.

Es gibt einige Spannungsmomente und ein paar überraschende Wendungen.

Der Schreibstil

Der Schreibstil des Autors ist wie gewohnt flüssig und lässt den Leser über die Zeilen hinwegfliegen.

Fazit

Christian konnte mich schon mit Rosen und Knochen begeistern und auch hier konnte er mich vollends überzeugen. Ich hoffe auf eine Fortsetzung! 

Ich danke dem Verlag  für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars. Dies hat meine Meinung in keiner Weise beeinflusst.

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