Titel: Arrowood
Autorin: Mick Finnlay
Verlag: HaperCollins – August 2018
Buch: 10,99€
ebook – 8,99 €
Seiten: 432

Inhalt

Privatdetektiv William Arrowood ist ein Mann vieler Talente – und einiger Laster. Die Tagelöhner und Straßenmädchen im armen South London können sich keinen besseren Detektiv leisten und kommen daher mit allen Anliegen zu ihm. Voller Verachtung und Neid blickt er über die Themse auf seinen bekannten Kollegen Sherlock Holmes und dessen betuchte Klientel.
Auch Arrowoods neuester Fall scheint nicht geeignet zu sein, ihn berühmt zu machen: Eine junge Französin bittet darum, ihren verschwundenen Bruder aufzuspüren. Doch hinter dem simplen Auftrag verbergen sich weit mehr Geheimnisse und Leichen, als Arrowood für möglich hielt. Und so führen ihn seine Ermittlungen von den Tiefen der Londoner Unterwelt bis in höchste Regierungskreise … (Quelle: Klappentext)

Meine Meinung

Ich bin fasziniert von den Charakteren mit all ihren Ecken und Kanten. Fasziniert davon, dass sie auch mal unsympathisch sein dürfen. Und nein, damit ist nicht nervig gemeint. Außerdem hat mich die Grundidee eines direkten Konkurrenten zu Sherlock Holmes, der offensichtlich anders agiert neugierig gemacht. Auch, wenn sich die Geschichte an manchen Stellen zog, konnte sie mich dennoch überzeugen.

Cover:
Das Cover ist ansprechend und würde mich neugierig machen, wenn ich es in der Buchhandlung sehen würde

Charaktere

Die Charaktere sind vielschichtig und authentisch.  Der Autor präsentiert und Protagonisten mit Ecken und Kanten, eigenen Päckchen und Zügen, die wir nicht als wünschenswert betrachten würden. Ich finde solche Protagonisten gibt es leider zu selten.

William Arrowood

Arrowood ist direkter Konkurent von Sherlock Holmes. Er ist allerdings nicht so erfolgreich, Übergewicht und ein wenig träge und manchmal sehr jähzornig, hat jedoch auch eine gute Menschenkenntnis.

Norman Barnett ist der absolute Sympathieträger in diesem Buch.

Die Handlung

Die Geschichte plätschert zu Anfang vor sich hin, vermittelt jedoch ein sehr atmosphärisches Bild der damaligen Zeit. Im Verlauf gibt es jedoch einige überraschende Wendungen, zahlreiche Verwicklungen und undurchsichtige Figuren.

Der Schreibstil

Der Schreibstil ist authentisch und der Humor bringt einen so manches Mal zum Schmunzeln.

Fazit

Gelungen sind vor allem die Charaktere, aber auch die Darstellung der Lebensumstände im viktorianischen London. Auch der Humor hat mir sehr gut gefallen.  Zeitweise zogen sich die Abschnitte jedoch.

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