Titel: Teenie Voodoo Queen
Autorin: Nina Mackay

Verlag: ivi– März 2018
ISBN: 978-3492704755
Buch – 15,00
ebook – 12,99 €
Seiten: 448
Genre: Fantasy

„Der Zombie stapfte mit ausgestreckten Armen auf mich zu. So ähnlich, wie ich auf dem Weg zum Biounterricht aussah, nur die Motivation musste man sich bei mir wegdenken.“

 

Inhalt

„Dunkler Nebel, anthrazitgrau würde ich sagen, fast schwarz, waberte über New Orleans. Man konnte beinahe körperlich spüren, dass schwarze Voodoomagie in der Luft lag. […] Tiere flüchteten, Menschen rannten durcheinander, und dann fielen riesige Wellen über die Stadt her,rissen alles mit sich.“ Position 575


»Mein Name ist Dawn Decent und ich bin die wohl mieseste Voodoohexe des Universums.« Die Sache mit der Voodoohexen-Abendschule hatte sich Dawn wirklich anders vorgestellt. Aber dann bedroht eine Naturkatastrophe ihre Heimatstadt New Orleans und zwingt Dawn, mit den Loas – götterähnlichen Voodoo-Geistwesen – zusammenzuarbeiten. Gemeinsam mit einem ziemlich attraktiven Ex-Alligator und einem vorübergehend sterblichen Loa stellt sie sich den dunklen Voodoomächten, um ihre Stadt zu retten. Während Dawns Mitschülerinnen sie schwer um die beiden Jungs an ihrer Seite beneiden, zieht Dawn in einen schier aussichtslosen Kampf, in dem sie nicht nur ihr Herz riskiert sondern auch weit mehr als ihr eigenes Leben … (Quelle Klappentext)

 

Meine Meinung
Schon von den ersten Seiten an war Dawn mir total sympathisch. Sie ist so schön unperfekt und steckt voller Sarkasmus. Ich glaube, dass viele Leser sich ein Stück weit in ihr wieder finden können. Das Ende dieses Buches hat mich anfangs zwiegespalten zurückgelassen? Warum? In meinem Kopf sah das Ende irgendwie anders aus und doch muss ich zugeben, dass Ninas Ende, nachdem ich es sacken lassen habe echt gelungen ist. Denn es sind die Bücher, die uns nicht direkt loslassen, die in Erinnerung bleiben oder etwa nicht? 
Das Cover
Ich finde das Cover sehr ansprechend! 

Charaktere
Die Charaktere sind sehr, sehr gut beschrieben. Vor allem Jax und Dawn haben sich total in mein Herz geschlichen. 


Dawn
Dawn Decent ist 17 Jahre alt und lebt in New Orleans. Sie hat  karottenrote Haare, Pickel, eine große Nase und leichtes Übergewicht. Ihre Eltern leben nicht mehr. Der Wirbelsturm im letzten Sommer hatte sie ihr genommen. Ein schwarz glänzender Haarreif ist eins der wenigen Erinnerungsstücke, die ihr von ihren Eltern geblieben sind.  Seit damals lebt Dawn bei Melinda Lavelle, einer Freundin ihrer Mutter aus der Voodoohexengemeinschaft, die auch ihre Patentante ist. Seit ein paar Wochen ist Dawn allerdings vollkommen allein in der Waldhütte im Sumpf, die aussieht als sei sie Hänsel und Gretel entsprungen.  Außerdem ist Dawn eine Voodoohexenschülerin, die den Abendunterricht in der Voodoohexen Abendschule an jedem Montag, Mittwoch und Freitag von fünf bis acht Uhr abends besucht. Dort hat sie Fächer wie Transformationslehre und Einführung in die Nekromantie. Leider gelingen ihr keine anderen Zauber als Steckrüben und Frösche. (Europäische Zuckerrüben um genau zu sein.) Ihre beste Freundin ist Shannon Blackwood. Außerdem hatte sie noch keine einzige Beziehung mit einem Jungen. Ihren Kater namens Perry hat sie im letzten Monat in einen Frosch verwandelt. Jax
Jax hat dunkle Haare und noch dunklere Augen und erinnert einen unwillkürlich an den jungen Tom Cruise aus „Mission Impossible“. Er ist 21 Jahre alt. Seine Eltern konnten sich nicht zwischen Jared und Alex entscheiden. Also haben sie beide Namen kombiniert. Er ist 24 Jahre lang ein Alligator gewesen. Außerdem ist er selbstverliebt und nicht unbedingt der hellste, was ihn aber auch witzig und liebenswert macht.  Er liebt Schokolade und vor allem Minzschokolade und gibt Dawn das Gefühl nicht minderwertig zu sein. 


Linto
Linto – kurz Lin ist ein sterblich gewordener Loa der Ghede-Nation. Er war der Beschützer der Kinder und möchte durch besonders gute Taten wieder ein Loa werden. Lin sieht aus wie 20. Er ist ein Surfertyp mit tiefbrauner Haut und bronzefarbenen Haaren. Er hat grüne Augen und ist sehr harmoniebedürftig, wobei er um das kämpft, was er möchte. Er ist ein ehrlicher, aufgeschlossener Typ, der nur das Beste für Dawn möchte und dabei oft mit Jax aneinander gerät. 

 
Die Handlung

Die Handlung ist gekennzeichnet von überraschenden Wendungen und gespickt mit kleinen Hinweisen. 
An dieser Stelle habe ich euch noch ein paar Sachen zum Thema Voodoo aus dem Buch rausgesucht. 

  • Normale Menschen ohne Voodoomagie werden MoVs genannt
  • Die Ausbildung an der Abendschule dauert vier Jahre und man beginnt im Herbst nach seinem 17. Geburtstag. 
  • Selbstverständlich wird dort weiße Voodoomagie gelehrt und keine schwarze. 
  • Ein Hexenmeister, der schwarze Voodoomagie praktiziert ist ein Bokor.
  • Es gibt das Bondieu-Tribunal. Dabei handelt es sich um das Tribunal des höchsten Gottes ihres Glaubens (Bondieu). Darin entschieden Richter über das Schicksal abtrünniger schwarzer Voodoohexen.
  • Die Zauber der Schüler funktionieren nur, wenn sie im Namen eines Loas etwas opfern und Kräuter verbrennen. Dann, wenn der Loa ihnen wohl gesonnen ist, unterstützt er den Zauber, damit er gelingt. 
  • Loas = göttliche Geistwesen, Vermittler sozusagen, die das jeweilige Gebe Bondieu überbrachten.
  • Im Voodooglauben sind die Loas drei Nationen zugeordnet. Der Rada- Nation gehören die wohltätigen Loas an und er Petro-Nation die zerstörerischen. Die neutralen gehören der Ghede-Nation an. 
  •  Guinea heißt der Ort der Loas.
  • Es gibt keine Zaubersprüche man lässt sich von seinem Bauchgefühl leiten und spricht das aus, was einem in den Sinn kommt.
  • Einige Junghexen, aber das kommt selten vor, haben sogar das Glück, dass ein Loa quasi in sie hineinschlüpft, um dann Zauber auszuführen. 
  • Von einem Loa geritten zu werden gilt als große Ehre, wobei ein Mensch, wenn er von einem zu mächtigen Loa geritten wird, danach verrückt wird. 
  • Erfahrene Voodoohexen bekommen kleine Zauber ohne eine Anrufung der Geister hin.
  • Schwarze Magie ist stärker als weiße, aber das Opfer muss auch größer sein.
  • Die Mambo ist die oberste, mächtigste Priesterin.
  • Ein Gris-Gris ist ein Voodoo-Talisman, der üblicherweise in einem kleinen Lederbeutel aufbewahrt wird.
Der Schreibstil
Ich liebe Ninas humorvollen Schreibstil, der die Leser so oft zum Schmunzeln bringt. 

 

Fazit
Wie nicht anders zu erwarten hat Nina auch bei Teenie Voodoo Queen für eine ordentliche Prise Humor gesorgt und mich damit oft zum Schmunzeln gebracht hat. Dieses Buch ist jedoch keinesfalls darauf zu reduzieren, denn es ist schlichtweg mehr. Nina gelingt es auf schöne Art und Weise niederschlagende Aspekte mit schönen Dingen in Einklang zu bringen.  Dawn und Jax haben mein Herz erobert.
 
Allerdings ist es wieder Titel schon sagt auch eine Teenie-Story, wenn man so etwas nicht mag, dann sollte man sich dieses Buch vielleicht nicht unbedingt anschaffen 😉 

Bewertung 
Ein richtig tolles Buch!


 

Das Bild für die Bewertung habe ich aus folgenden Bildern zusammengestellt: 

 

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