Titel: Mondstaub und Sonnenstürme 
Autorin: Maja Köllinger
Verlag: Drachenmond Verlag –  Juli 2018
Buch: 14,99 €
ebook – 4,99 €
Seiten: 350
Genre: Fantasy

“Denn ich sehe das Miniaturuniversum in euren Augen strahlen und ich könne innerhalb von Sekunden bis auf den Grund eurer Seele hinabschauen, um eure dunkelsten Geheimnisse zu ergründen.“ Position 8/333

Inhalt

Stella ist eine Sternenseele, sieht Universen in den Augen ihrer Mitmenschen und weiß diese zu deuten. Etwas, das viele Menschen verlernt haben. Ihre Eltern haben ihr aufgrund ihrer Andersartigkeit stets gepredigt, dass sie sich von fremden Dingen und Menschen fernhalten sollte. Dann jedoch kommt es zu einem tiefen Schicksalsschlag, welcher Stella auf sehr extreme Weise verdeutlich, wie herzlos Menschen sein können.

„Hätte ich das Schicksal aufhalten können? Wäre ich dazu fähig gewesen, den Plan des Universums zu vereiteln?
Nein, unsere Lebenspfade sind verworren, ineinander verschlungen, sie überkreuzen sich und verlangen von einem, wieder rückwärts zu laugen. Und manchmal steht man in einer Sackgasse und weis sich nicht mehr zu helfen.“ Position 19/333

Sie setzt keinen Fuß mehr vor die Tür und spricht nicht mehr. Sie ist gefangen. Gefangen in ihrem eigenen Körper. Gefangen in ihrem eigenen Kopf.  Allein mit ihrem Kummer und allein mit ihrem Wunsch nach Rache.

Meine Meinung
Ich wusste so gar nicht was mich hier erwartet und muss sagen, dass ich sehr von der Thematik dieses Buchs angetan bin. Maja schreibt locker, leicht und sehr poetisch. Sie hat sich als Autorin auf jeden Fall merklich weiterentwickelt. Das Buch ist kritisch. Wann schauen wir genau hin? Wann blicken wir wirklich unter die Oberfläche unseres Gegenübers? Sehen wir die Wahrheit oder das, was wir sehen sollen oder gar sehen wollen? Ist unser Gegenüber vielleicht einfach gut maskiert?  Ich glaube Maja gelingt ist zwischen den Zeilen sehr gut ihre Leser für genau diese Fragen zu sensibilisieren. Gleichzeitig überzeugt sie mit überraschenden Wendungen.

Cover:
Es ist wunderschön <3

Charaktere

Stella Marks

„Ich kenne fremde Menschen besser als mich selbst. 
Ich würde mich niemals auf die Art und Weise lesen, wie ich es zum Beispiel bei meiner Tante tat. 
Ich bin mein eigenes, nie zu ergründendes Geheimnis.“ Position 77/333

 

Stella lebt mit ihren Eltern in einem Bungalow. Diese sind beide Wissenschaftsnerds und haben sich zwischen Reagenzgläsern und Destillatoren lieben gelernt. Stella ist eine Sternenseele und kann, wenn sie in die Augen ihrer Mitmenschen schaut deren Seelen lesen. Sie ist 17 Jahre alt, hat hellblondes, fast weißes, lockiges Haar und blassgraue Augen, deren Regenbogenhaut fast weiß aussieht, jedoch von einem dünnen schwarzen Rand umschlossen ist. Sie hat in den letzten Monaten einiges an Gewicht verloren und wirkt dünn und zerbrechlich. Ihre Gabe hat sie gelehrt, sich abzuschotten und ihre Gefühle zu verdrängen. Sie weint fast nie.

Die Handlung
Die Handlung beginnt mit einem schweren Schicksalsschlag. Man befindet sich direkt mitten im Geschehen und leidet mit Stella mit. Am Ende begibt man sich mit ihr auf eine Reise zu sich selbst und ihrer Vergangenheit. Wer ist sie? Was ist mit ihr los? Warum mussten sie sterben? Stella macht innerhalb der Geschichte eine Entwicklung durch. Außerdem gibt es überraschende Wendungen und Ereignisse.

Der Schreibstil
Maja schreibt gerade zu Anfang wirklich sehr poetisch (ganz, ganz toll). Die Geschichte wirkt dadurch aber keines falls überladen, denn es reduziert sich im weiteren Verlauf der Geschichte auf ein gutes Maß. Ihr Stil ist wie gewohnt locker und leicht. 

Fazit
Ich bin auf jeden Fall gespannt, was uns als nächstes aus Majas Feder erwartet. Dieses Buch hier ist aufgrund seiner locker, flockigen Art auf jeden Fall etwas für zwischendurch und lädt  zum Träumen ein. Man gleitet nur so durch die einzelnen Kapitel und nimmt dabei sogar etwas für sich mit 🙂

 

Bewertung
locker, leicht und dennoch lehrreich

Das Bild für die Bewertung habe ich aus folgenden Bildern zusammengestellt:

erste FeeSchmetterlingezweite FeeBuch

 

Ich danke Maja für das Rezensionsexemplar

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