Titel: Gork der Schreckliche
Autorin: Gabe Hudson
Verlag: Klett-Cotta – August 2018
Buch: 20,00€
ebook – 15,99 €
Seiten: 432
Genre: Fantasy

“Solltest du also in der Hoffnung auf eine weitere Geschichte gekommen sein, in der Drachen als gemeine Würmer dargestellt werden, dann tu uns beiden den Gefallen und verdrück dich.“ Seite 11

Inhalt

»Mein Name ist Gork der Schreckliche, und ich bin ein Drache. Ich warne euch. Von allen Drachenliebesgeschichten ist meine die schrecklichste. Aber auch die romantischste. Denn in meiner schuppigen grünen Brust schlägt ein furchtbar großes und empfindsames Herz.«

Gork ist nicht wie die anderen Drachen an der Militärakademie WarWings. Er hat winzige Hörner und fällt gelegentlich in Ohnmacht. Sein Spitzname ist »Weichei« und sein WILLE ZUR MACHT-Ranking liegt bei »Kuschelbär« – das niedrigste in seinem Jahrgang. Aber er ist wild entschlossen, sich von nichts aufhalten zu lassen, als die wichtigste Mission seines Lebens beginnt: Am Vorabend seiner Abschlussfeier, muss er einen weiblichen Drachen fragen, ob sie seine Queen sein will. Sagt sie ja, wird er mit ihr einen fremden Planeten unterwerfen und mit seinen Nachkommen bevölkern. Sagt sie nein, – dann wird Gork leider versklavt. (Quelle: Klappentext)

Meine Meinung

Ich finde sowohl das Cover, als auch den Klappentext sehr ansprechend. Die Geschichte konnte mich allerdings nicht ganz überzeugen. Die Charaktere sind zwar allesamt gut beschrieben, dennoch konnte ich keine Nähe zu ihnen aufbauen. Vielleicht, weil der „Lebensabschnitt“, den man mit ihnen erlebt ein sehr kurzer ist. Auch gibt es ständige Wiederholungen. Ich weiß ehrlich nicht, wie oft „mein grüner schuppiger Arsch“ vorkam. Aber, wenn mich jemand fragen würde, ob ich ihm etwas zu diesem Buch erzähle, würde mir wohl das als erste in den Sinn kommen. Auch ist die Liebesgeschichte meiner Meinung nach nicht vordergründig. Gork ist zwar die meiste Zeit über auf der Suche nach seiner Königin, allerdings scheint es sich diesbezüglich eher um eine „Triebgeschichte“ zu handeln. Insgesamt trägt die Geschichte jedoch wichtige Botschaften in sich: Das, was für einen anderen eine Schwäche ist, ist vielleicht das, was mich stark macht; vertraue auf dich selbst (…). 

Cover:
Das Cover fällt auf, weil es aus der Masse heraus sticht. Ich hätte im Laden auf jeden Fall danach gegriffen

Charaktere

Gork
Gork ist ein grüner Drache und mittlerweile 16 Jahre alt. Er ist auf dem Planeten Erde geschlüpft und hat dort auch im Alter von 4 Monaten zum ersten Mal Feuer gespuckt. Seine Eltern leben nicht mehr. Gork hat einen Schnabel, schwimmhäutige Füße und Hörner, die so groß sind, wie Babykarotten. Seine Familie stammt vom Planeten Blegwesia. Gorks Spitzname ist Weichei. Sein Status im WILLE-ZUR-MACHT-Ranking ist Kuschelbär. Eine der niedrigsten Kategorien. Außerdem hat Gork einen Apparat im Kopf, der auf Grundlage seiner aktuellen Situation ein Gedicht aussucht und ihn zwingt es zu singen. Gork ist ein Drache, der viel  Herz und Güte in sich trägt. Ein Drache, der nicht schrecklich sein kann.

Fribby

Fribby ist Gorks beste Freundin. Sie ist ein organischer Roboter oder ein kybernetischer Drache und gehört nicht zur Bedienstetenklasse. Viel mehr ist sie darauf programmiert zu herrschen. Fribby ist silbern, hat echte Drachen-DNA abbekommen und ist aus einem künstlichen Ei geschlüpft. Sie gehört zur ersten Generation einer neuen Drachenspezies, die vom Labor für Kreative Evolution produziert wurde. Sie ist das, was sie dort TodTechnologie nennen. Fribby nutzt Yoga als emotionale Firewall. Sie kann Eier legen und Feuer speien. Im Ranking ist sie ein MegaBiest. Damit gehört sie zu den Top – 0,1 Prozent aller Kadetten.  Sie ist fasziniert vom Tod und schläft in einem Sarg.

Die Handlung

Die Handlung .Eigentlich passiert erst zum Ende wirklich viel, wobei es zwischenzeitig immer wieder „Gewalt“ gibt. Gork ist die meiste Zeit über auf der Suche nach seiner Königin.

Man erfährt einiges über Drachen. So ist das erste Mal Feuerspucken ein entscheidender Moment im Leben eins Drachens. Sie snacken gerne Hornissen und sind in der Regel Barfußgänger. Außerdem ist das Schwitzen ein absolutes NoGo. Mutanten können kein Feuer speien.

Der Krönungstag ist der letzte Tag des Abschlussjahres. An diesem Tag müssen alle Drachen einen Partner für die Paarung finden und sich für die Eierlege registrieren. Tun sie es nicht, werden sie versklavt. Nach der Wahl besteigen ein männlicher und ein weiblicher Drache des Abschlussjahrgangs ein Raumschiff und fliegen auf ihre Fruchtbarkeitsmission ins All. Auf dem Weg zu einem fremden Planeten, den sie erobern werden paaren sie sich so lange, bis das Weibchen Eier legt. Diese schlüpfen dann auf dem neuen Planeten und das Paar zieht dort eine Kolonie groß.

Der Schreibstil

Der Schreibstil des Autors hat mir im Großen und Ganzen gut gefallen, wobei er manchmal gewöhnungsbedürftig ist. . Was mich gestört hat ist, das einige Aussagen sich (gefühlt) ständig wiederholt haben.

Fazit

Ich glaube, dass dieses Buch mehr Potential gehabt hätte. Trotz meiner Kritikpunkte denke ich, dass die Geschichte solide ist, wenn man sich nicht an den vielen Wiederholungen stört.

 

Bewertung

Entweder man mag es oder eben nicht.

 

 

 

Das Bild für die Bewertung habe ich aus folgenden Bildern zusammengestellt:

erste FeeSchmetterli

 

Ich danke Klett Cotta  für dieses Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde hierdurch nicht beeinflusst und spiegelt meine Erlebnisse und Erfahrungen während des Lesens wieder.

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